Es hat zwei Minuten gedauert, bis ich bei PayPal einen Käuferschutzfall eröffnet hatte, und weitere zwei Minuten, bis das Geld da war. Das ist ein toller Komfort.
Wenn ich bei Wero nach Käuferschutz suche, sieht es weiterhin ziemlich dünn aus. Das Wort selbst findet sich im Hilfe-Bereich nicht, und im Unterbereich fürs Onlineshopping wird das Thema ebenfalls quasi totgeschwiegen. Auf der Webseite einiger Banken liest sich folgender Hinweis:
Gibt es Käuferschutz bei Wero?
Für Geldsendungen an Freunde oder Familie gibt es keinen Käuferschutz. Beim Online-Bezahlen bauen erste Händler bereits einen Käuferschutz auf. Dieser gilt nur, wenn der Händler Wero anbietet und Sie Wero beim Bezahlen auswählen.
Alles schön und gut, nur neben der Unkompliziertheit ist doch der Käuferschutz der entscheidende Punkt, warum ich ein solches Bezahlverfahren im Onlinehandel nutzen sollte. Ich möchte stressfrei einkaufen, im Fall der Fälle abgesichert sein und einen Mittelsmann haben, dem ich mein Leid klagen kann und der sich für mich kümmert.
Wenn sich das System im Handel durchsetzen soll, sollte der Käuferschutz bei Wero an erster Stelle stehen. Solange er nicht grundlegend vorhanden ist und unkompliziert umgesetzt wird, heißt es für mich weiterhin ausnahmslos: PayPal first.
Update Ergänzend möchte ich anmerken, dass es bei Wero durchaus eine Art Käuferschutz gibt. Dieser ist nicht sonderlich prominent platziert, sondern nur im Kleingedruckten zu finden. Es gibt ein entsprechendes PDF, das den doch sehr komplexen Ablauf mit langen Fristen detailliert beschreibt.
