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Differenzbesteuerung und die vermeintlichen iPhone-Schnäppchen

Iphone

Wirft man heutzutage den Preisvergleichsservice seines Vertrauens an, um nach iPhones und anderen hochpreisigen Smartphones zu suchen, dann sind die ersten Angebote in der Regel „differenzbesteuert“. Oft werden solche Smartphones über eBay verkauft, allerdings von ganz normalen Händlern mit recht guten Bewertungen.

Differenzbesteuerung ist nicht ungewöhnlich

Die Differenzbesteuerung ist eine besondere Methode zur Berechnung der Umsatzsteuer, bei der die Steuer nur auf die Differenz zwischen dem Einkaufs- und dem Verkaufspreis eines gebrauchten Gegenstands erhoben wird. Dadurch wird die Umsatzsteuer nicht auf den gesamten Verkaufspreis, sondern nur auf den tatsächlichen Gewinn des Verkäufers erhoben.

Privatkunden interessieren sich meist weniger für diese Steuerbesonderheit, denn sie schauen nur auf den Endpreis. Hellhörig werden sollte man immer, wenn es sich wirklich um komplett neue Smartphones handelt. Es ist nicht ausgeschlossen, aber oftmals unwahrscheinlich, dass diese von Privatkunden erworben und dann in neuem Zustand direkt an den Händler weiter verkauft wurden, der diese dann unter Differenzbesteuerung verkauft.

iPhone 15 verkauft von einer GmbH

Ich konnte in diesen Tagen in meinem näheren Umfeld genau solch einen Fall miterleben. Ohne große Hintergedanken wurde beim Preisvergleichsservice „idealo“ nach einem iPhone 15 gesucht, und das beste Angebot bei eBay geshoppt.

Dass der Verkäufer dort den Usernamen „smartphones_2022222“ hat, hätte einem merkwürdig vorkommen können, aber immerhin stand eine „CR Trade GmbH“ hinter dem Produkt. Die Kaufabwicklung und der Versand erfolgten unkompliziert. Es kam auch wirklich ein iPhone 15 an. Allerdings ging irgendetwas nicht mit rechten Dingen zu.

Das Gerät war laut Modellnummer eine „Demo Unit“, die der Händler bereits geöffnet, den speziellen Shop-Modus entfernt und dann wieder verklebt hatte. Für den direkten Verkauf an Endkunden war das Smartphone also nie gedacht, dafür hat es der Händler vermutlich günstiger von Apple bzw. aus dem Großhandel erworben.

Und dann wurde auch noch ein Telekom-Sticker auf die Packung geklebt, vermutlich um Authentizität zu erzeugen. Garniert wurde das Ganze mit einem Zettel mit Warnhinweis (der rechtlich gesehen natürlich Quatsch ist). Das schaut dann so aus:

Das „Neugerät“ in Bildern

Iphone 15 Differenzbesteuert Ebay Fail

Iphone 15 Differenzbesteuert Ebay Fail 1

Iphone 15 Differenzbesteuert Ebay Fail 2

Iphone 15 Differenzbesteuert Ebay Fail 3

Händler gibt sich unbedarft

Neu und ungeöffnet ist daran natürlich gar nichts. Auf Rückfrage gab der Händler an:

Diese Geräte sind von der Telekom. Diese können als Aussteller benutzt werden, müssen aber nicht. Es sind ganz normale Geräte mit voller Garantie. Es gibt keine Nachteile.

Das wäre erst mal zu beweisen. Ob Apple einem Privatkunden wirklich so unkompliziert die Garantie gewährt, obwohl es sich um eine Demo-Unit handelt, kann ich nicht beurteilen. Ich habe allerdings meine Zweifel daran. Zum Glück wurde das iPhone über PayPal bezahlt und die Rückabwicklung über eBay erfolgte unkompliziert.

Weitere Risiken beim iPhone-Kauf mit Differenzbesteuerung

Im Nachgang zu diesem Vorfall habe ich noch etwas zum Thema recherchiert. In diesem Zusammenhang bin ich auf nachfolgendes Video gestoßen, welches auch solch einen iPhone-Kauf mit Differenzbesteuerung thematisiert. Hier nimmt das Thema aber eine ganz andere Wende, was man ebenfalls auf dem Schirm haben sollte.

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Mein Ratschlag: Spart euch lieber den Stress statt die paar Euro und verzichtet auf Käufe von Neuware mit Differenzbesteuerung.

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1 Kommentar
  1. René Fischer

    Danke für die sehr gute Erklärung. Hatte ich mir auch selbst so recherchiert, weil mich der explizite Hinweis im Verkaufsgebot des Händlers stutzig gemacht hat. Habe dann auch lieber die Finger davon gelassen und lieber 150€ mehr bezahlt.

    Danke fürs Aufschreiben!

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