Kostenfaktor

Tierarzt Kosten

Ein bisschen Futter, ein paar Spielsachen und das wars. Wer so an die Sache mit einem Haustier rangeht, sollte es von vornherein sein lassen.

Das Tier ist immer fit und muss „nur“ ab und an geimpft werden. So denken wohl einige. Davon kann man nicht ausgehen. Das ist ein Trugschluss. Ich durfte in vielen Jahren mit Haustieren schon oft erleben, dass es den „besten“ Fall nicht gibt. Ein Tier ist oft Luxus.

Es ist ein Kostenfaktor. Teilweise von jetzt auf gleich und oft sogar mehr, als man vermuten mag. Es wird selbstverständlich auch alt und gebrechlich, es entwickelt eventuell Allergien, verdirbt sich mal den Magen, verstaucht sich den Fuß, … was eben so alles passieren kann.

Im Januar war es bei uns (wieder mal) soweit. Dem Kater musste das Komplettpaket verpasst werden. Blutuntersuchungen, Einlauf, Röntgen, Infusionen, … was dann halt so anläuft. Ihm geht es zum Glück wieder gut. Innerhalb von zehn Tagen waren aber „mal eben“ über 800€ weg.

Seid ihr also knapp bei Kasse, überlegt bitte vorher, wie ihr das handeln könnt, wenn es hart auf hart kommt. Auch eine Tierkrankenversicherung kann durchaus ratsam sein. Spart hier nicht am falschen Ende.

Fehlt das Geld? Dann klopft ruhig mal im Tierheim vor Ort an und seid ehrlich, was eure finanzielle Situation angeht. Kranke Tiere sind schwer vermittelbar, darum werden für solche Tiere oftmals die Behandlungen ohne Kosten dauerhaft vom Tierheim-Arzt übernommen. So bekommt solch ein Tier eine Chance auf ein schönes Zuhause und ihr (oft noch für viele Jahre) einen neuen Freund.

3 Kommentare
  1. Hannes Rehburg

    Kann ich nur unterschreiben.
    Bei uns kam es mitten in den Umzugsvorbereitungen, dass plötzlich beide Kater krank wurden und zum Arzt mussten. Einer inklusive OP, eine Woche Klinik, usw., der zweite mit Röntgen, spezialist, etc. Zack waren in 2 Wochen 1600 Euro weg.
    Geht schneller als man denkt.
    Unsere Klinik bestand deswegen sogar auf Vorauszahlung, weil es wohl schon viel zu oft vor kam, dass die Halter einfach nicht mehr aufgetaucht sind und sie auf den Kosten sitzen blieben. Ein Kater wohnt deswegen sogar in der Klinik.

  2. Markus Becker

    Wenn ein Tier Algerien entwickelt, wird es bestimmt richtig teuer. 😉

    Zum Artikel:
    Ich stimme Dir voll und ganz zu. Leider denken viele Leute nicht daran, dass ein Haustier viel Geld kosten kann (und aufgrund des Alters zwangsläufig auf jeden Fall wird), sodass evtl. Schulden angehäuft werden oder das arme Tier einfach ausgesetzt bzw. ins Tierheim gegeben wird.

    Man muss halt auch immer den schlimmsten Fall einkalkulieren, selbst wenn zur Zeit der “Anschaffung” ausreichend Geld übrig ist. Jeder kann schließlich mal arbeitslos werden oder in andere finanzielle Schwierigkeiten geraten.

    1. René

      Kleiner Tippfehler. Danke. ?

      Genau das mit den Allergien ist bei uns übrigens der Fall. ???

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